Demokratierelevanter digitaler Journalismus (2018)

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19.03.2018
Demokratierelevanter digitaler Journalismus (2018)

Wirkung und Wirtschaftlichkeit

Professor Dr. Christian-Mathias Wellbrock (Universität zu Köln), Vera Lisakowski (Grimme-Institut)

Laufzeit: April 2018 bis Dezember 2018

Das Internet bietet neue Möglichkeiten für die Darstellung von demokratierelevantem Journalismus, z. B. durch Storytelling, interaktive Elemente oder einen Rückkanal. Dadurch können Inhalte didaktisch besser kommuniziert und Rezipienten stärker eingebunden werden, wodurch sie sich u.  a. mehr als Teil der Story fühlen (Immersion) oder Inhalte ihrem Interesse und Wissensstand angepasst rezipieren können. Es besteht somit das Potential, dass durch Onlinejournalismus effektiver Wissen vermittelt und ein stärkeres politisches Involvement beim Rezipienten hervorgerufen werden kann. Demokratierelevanter Journalismus hat online aber Probleme mit der Refinanzierbarkeit aufgrund von größerer Konkurrenz um Werbebudgets, stärkerem Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Rezipienten und einer eventuell geringeren Zahlungsbereitschaft für Online-Journalismus als für Printjournalismus.

Dementsprechend stellen sich folgende Fragen:

  1. Wie wirken sich neue digitale Darstellungsformen des Journalismus auf die Kommunikationsqualität journalistischer Inhalte aus? Sprich: Ist digitaler Journalismus der „bessere“ Journalismus (im Vergleich zu traditionellen Formen des Journalismus) in dem Sinne, als dass er bei Konsumenten (a) zu mehr Wissensvermittlung und (b) zu mehr politischem bzw. thematischem Involvement und Engagement führt?
  2. Ist demokratierelevanter Online-Journalismus privatwirtschaftlich finanzierbar? Genauer gefragt: (a) Welchen Effekt haben verschiedene Darstellungsformen des Digitaljournalismus auf die Zahlungsbereitschaft von Konsumenten und (b) führt journalistische Qualität zu höherer Nachfrage und damit zu besserer wirtschaftlicher Performance?

Das Forschungsprojekt strebt ein Symposium zu diesen Fragen an sowie die Durchführung eines Forschungsprojektes zum „Nachfrageeffekt des Grimme Online Award“ zur Beantwortung der Teilfrage (2b) „Führt journalistische Qualität zu mehr Nachfrage?“.

Foto: pixabay.com

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