Witness Auschwitz? (2020)

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17.02.2020
Witness Auschwitz? (2020)

Digitale Rekonstruktionen von Konzentrationslagern am Anfang einer digital-somatischen Phase
der Holocausterinnerung

Dr. Steffi de Jong (Universität zu Köln), Thomas Tekster (Grimme-Institut)

Laufzeit: Januar 2020 bis Dezember 2020

Zur Zeit etabliert sich ein neues Medium für die Darstellung des Holocaust: digitale Lagerrekonstruktionen, oft in Form von virtual und augmented reality. So soll beispielweise die Simulation Witness: Auschwitz es erlauben, das ‚Alltagsleben‘ im Lager nachzuempfinden. Unter Erinnerungsakteur*innen werden diese Rekonstruktionen kontrovers diskutiert. Noch fehlt allerdings eine medienwissenschaftliche und historische Einordnung, sowie eine erinnerungstheoretische Reflexion dieser neuen Erinnerungsmedien. Genau dies soll in diesem Projekt unter Rückgriff auf die Begriffe von Immersion, Affekt und Leibgedächtnis geleistet werden. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass die Rekonstruktionen am Anfang einer neuen Phase der Holocausterinnerung stehen: der digital-somatische Phase. In dieser Phase soll Erinnerung nicht mehr vornehmlich kognitiv stattfinden: über affektive und somatische Strategien wird der Körper Teil des Erinnerungsprozesses.

Foto: pixabay.com