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Fragmentierte Öffentlichkeit (2021)

Fragmentierte Öffentlichkeit (2021)

Professorin Dr. Nadia Kutscher (Universität zu Köln), Professor Dr. Stephan Packard (Universität zu Köln), Professor Dr. Karl-Nikolaus Peifer, (Universität zu Köln), Aycha Riffi (Grimme-Institut), Lars Gräßer (Grimme-Institut)

Laufzeit: Januar 2021 bis Dezember 2021

Das Forschungsprojekt „Fragmentierte Öffentlichkeit. Interdisziplinäre Untersuchungen zu den medialen Bedingungen unserer Demokratie“ widmet sich der Frage: Wie sind Demokratie und Rechtsstaat in einer postdigitalen Gesellschaft möglich? Besorgniserregend sind populistische Beeinflussung von Wähler:innen und Bürger:innen, Einschränkung von Privatsphäre und Selbstbestimmung, Radikalisierung von Ausgrenzung und ungleicher gesellschaftlicher Teilhabe sowie politische Konkurrenz zwischen staatlichen Institutionen und kommerziellen Akteuren. Ein wiederkehrendes zentrales Motiv dieser Diagnosen betrifft die Fragmentierung der medial konstruierten gesellschaftlichen Öffentlichkeit: Bereits umgangssprachlich ist von „Filterblasen“ und „Echokammern“ die Rede, wo vereinzelte Teilöffentlichkeiten vermeintlich hermetische Kommunikation betreiben, tatsächlich jedenfalls Differenzen kommunikativ inszenieren. Die rechtliche Regulierung hat zwar die Konvergenz der Kommunikationsstrukturen erfasst, sie hat aber große Schwierigkeiten, einerseits diese Regulierung anzupassen, andererseits auch die neuen Akteure angemessen zu erfassen.

Fokussiert auf die Beobachtung einer fragmentierten Öffentlichkeit diskutiert das Projekt in einem breiten transdisziplinären Verbund aus Medienwissenschaft, Medienrecht, Medienbildung und Mediensoziologie aktuelle Forschungsfragen und praktische Handlungsbedingungen. Das Projekt zielt zweigleisig auf die fachübergreifende Bearbeitung gesellschaftlicher Wandlungsprozesse in einer Serie von Forschungsworkshops und auf populäre Wissenschaftskommunikation in einer Serie öffentlicher Podien.

Bild: Matthias Wewering auf Pixabay