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Wissenschaftlicher Direktor gewählt

Wissenschaftlicher Direktor gewählt

Der Aufsichtsrat des Grimme Forschungskollegs an der Universität zu Köln hat den Juristen Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer einstimmig zum neuen wissenschaftlichen Direktor gewählt. Gemeinsam mit Prof. Dr. Karl Eberhard Hain leitet er das 2004 gegründete Institut für Medien- und Kommunikationsrecht und ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht mit Urheberrecht, Gewerblichen Rechtsschutz, Neue Medien und Wirtschaftsrecht an der Universität zu Köln.

Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer ist der Nachfolger von Prof. Dr. Torsten Meyer (ebenfalls Universität zu Köln) und tritt damit an die Seite von Dr. Frauke Gerlach, Geschäftsführerin des Grimme-Forschungskollegs und Direktorin des Grimme-Instituts.

„Ich bedanke mich beim Aufsichtsrat, für das mit der Wahl verbundenen geschenkte Vertrauen und freue mich, auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit, nicht nur mit den Kolleg*innen der beteiligten Fakultäten und des Grimme-Instituts, sondern auch mit der Medienbranche. In den letzten Jahren habe ich als Aufsichtsratsmitglied und als Projektbeteiligter die Arbeit des Grimme-Forschungskollegs begleitet und freue mich nun, die Vorarbeiten meines Vorgängers Prof. Dr. Meyer aufnehmen zu können, das Grimme-Forschungskolleg weiterzuentwickeln und in seinem Profil zu schärfen“, sagt Prof. Dr. Peifer nach der Wahl. „Insbesondere liegt mir am Herzen, den Dialog zwischen den Fakultäten, dem Grimme-Institut, der Medienpraxis und der Öffentlichkeit weiter auszubauen“, so Prof. Dr. Peifer weiter und stößt hiermit auf großen Zuspruch bei Frau Dr. Gerlach: „Zunächst möchte ich Prof. Dr. Meyer herzlich für die sehr gute und produktive Zusammenarbeit in der Aufbauphase des Forschungskollegs an der Universität zu Köln danken. Nunmehr geht es um die Weiterentwicklung und Profilierung der von der Universität zu Köln und dem Grimme-Institut getragenen Einrichtung“, so Grimme-Direktorin Dr. Gerlach. Mit Prof. Dr. Peifer werde die wissenschaftliche Leitung des Grimme-Forschungskollegs in die Hände eines ausgewiesenen Experten des Medien- und Kommunikationsrechts gelegt, der sich bereits in den letzten Jahren mit großem Engagement für die Entwicklung der Einrichtung eingesetzt habe. „Ich freue mich außerordentlich, dass Prof. Dr. Peifer für diese Aufgabe gewonnen werden konnte und die komplexe inter- und transdisziplinäre Arbeit des Forschungskollegs verstärkt“, so Dr. Gerlach weiter.

Im Video-Interview erzählen Prof. Dr. Karl-Nikolaus Peifer und Dr. Frauke Gerlach, welche Bilanz sie sieben Jahre nach Gründung des Forschungskollegs ziehen und inwieweit fragmentierte Öffentlichkeiten und der Qualitätsdiskurs auch zukünftig Schwerpunkte der Forschungsprojekte bilden werden.

Das Grimme-Forschungskolleg an der Universität zu Köln ist eine gemeinsam von der Universität zu Köln und dem Grimme-Institut getragene, gemeinnützige Gesellschaft, die Ende 2014 gegründet wurde. Ihr Gesellschaftszweck ist die „Förderung der Wissenschaft, der Lehre und des Forschungstransfers auf dem Gebiet der ‚Entwicklung der Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter‘ (Forschungsgebiet) unter besonderer Berücksichtigung der medienrelevanten und medienbasierten Forschung“. Eingebunden auf Universitätsseite sind die Philosophische, Rechtswissenschaftliche, Wirtschaftswissenschaftliche und Humanwissenschaftliche Fakultät. Im Zentrum der Arbeit des Grimme-Forschungskollegs stehen seit 2015 Forschungsprojekte, die gemeinsam von der Universität zu Köln und dem Grimme-Institut entwickelt und umgesetzt werden. Hierzu können Anträge auf Förderung in jährlichen Ausschreibungsrunden eingereicht werden. Gefördert wird die Arbeit des Forschungskollegs durch die Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Fragmentierte Öffentlichkeit“: Sendung

„Fragmentierte Öffentlichkeit“: Sendung

„Das Ende der Öffentlichkeit?“ war Anfang November Thema der Podiumsdiskussion des Forschungsprojekts „Fragmentierte Öffentlichkeit“, die in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln aufgezeichnet wurde. Zu hören ist die Sendung am Sonntag, 19.12.2021, in der Sendung WDR 3 FORUM von 18.04 Uhr bis 19.00 Uhr.

Zum Hintergrund:

Bereits mit Einführung der privaten Fernsehsender in den neunziger Jahren beobachteten Kritiker*innen Auflösungserscheinungen einer massenmedial hergestellten Öffentlichkeit, die noch vom gemeinsamen Erleben eines Medienereignisses geprägt war – etwa bei der Ausstrahlung von Francis Durbridge-Krimis oder Unterhaltungsshows wie „Wetten dass“. Die Zeiten des „Straßenfeger“-Fernsehens scheinen jedoch – von wenigen Ausnahmen abgesehen – vorbei zu sein. Heute wird oft behauptet, dass sich diese Fragmentierung von Öffentlichkeit massiv beschleunige – und dass neue Medien, insbesondere soziale Netzwerke und Messenger, diese Entwicklung antreiben. So verliert der öffentliche Diskurs zunehmend an Bindungskraft, das Vertrauen in Journalismus, Staat und auch Wissenschaft sinkt. Droht „Das Ende der Öffentlichkeit?“

Es diskutier(t)en:

  • Aycha Riffi, Leiterin der Grimme-Akademie,
  • Marl Lisa Merten, Leibniz-Institut für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut, Forschung zu Nachrichtennutzung in sozialen Medien, Hamburg
  • Dr. Leonard Novy, Institut für Medien- und Informationspolitik, Köln
  • Prof. Dr. Stephan Packard, Medienkulturwissenschaftler an der Universität zu Köln
    Moderation: Dr. Michael Köhler.

Die Podiumsdiskussion „Das Ende der Öffentlichkeit?“ ist im Nachgang auch als Podcast verfügbar, ebenso wie alle anderen Podiumsdiskussionen dieser Reihe, online zu finden unter: www1.wdr.de/radio/wdr3/nachhoeren/wdrdrei-forum-podcast-100.html

Zur Übersicht der bereits drei veröffentlichten Podcasts geht es hier: www.grimme-forschungskolleg.de/wdr-fragmentierte-oeffentlichkeit/

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Rahmen des Projekts „Fragmentierte Öffentlichkeit“ finden sich unter: www.fragmentierte-oeffentlichkeit.de

Finanziert wird das Projekt durch das Grimme-Forschungskolleg an der Universität zu Köln, zum Teil unterstützt durch Mittel von der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln; der Initiative Medienapokalypsen: Hoffnungen und Ängste zum medialen Wandel am Institut für Medienkultur & Theater; dem Institut für Digital Humanities; dem Zentrum für LehrerInnenbildung; der Grimme-Akademie. Ein weiterer Kooperationspartner ist WDR 3, WDR 3 ist Kulturpartner der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln.